Das Corona-Virus als psychische Belastung



Corona macht uns derzeit ganz schön zu schaffen! Nicht nur die mögliche Gefahr einer Covid-Erkrankung, sondern auch der psychische Stress, der mit der Pandemie einhergeht, sorgt dafür, dass es immer häufiger zu psychischen Belastungen kommt. 

Weltweit gehen Experten schon länger davon aus, dass Maßnahmen, wie die Kontaktbeschränkungen zu einer akuten Zunahme von psychischen Erkrankungen führen. Hinzu kommt, dass die aktuelle Lockdown-Situation vieles erschwert: Kinderbetreuung und Homeoffice zugleich, Unsicherheit über die Zukunft oder gar Existenzängste um den Job. Eine verstärkte Zunahme an psychischen Erkrankungen gab sich zuletzt nicht nur durch eine erhöhte Nachfrage nach Beratungsterminen zu erkennen, sondern bestätigten Wissenschaftler auch durch eine aktuelle Studie.

Der Tagesspiegel berichtete zuletzt, dass im Auftrag der Betriebskrankenkasse Pronova im Zeitraum von Oktober bis November mehr als 150 Psychiater und Psychotherapeuten online befragt wurde. Dabei stellte sich heraus, dass 82% der befragten Ärztinnen und Ärzte bei ihren Patienten häufiger Probleme mit Angstzuständen oder auch Depressionen feststellen mussten. Die Studie konnte außerdem belegen, dass seit Beginn der Pandemie mehr Medikamente verschrieben werden als zuvor. Die häufigsten Gründe, weshalb sich Menschen vermehrt in Behandlung begeben, sind vor allem Gefühle der Überforderung, Ängste und familiäre Probleme (Quelle: tagesspiegel.de).

Maria Melzer vom Leipziger Bündnis gegen Depression e.V. erklärte kürzlich in einem Interview mit mdr aktuell, dass eines der größten Probleme die Einsamkeit vieler Menschen sei. “Schon vorher - ohne Corona - nehmen wir Einsamkeit und eine unsichere Perspektive als große Probleme wahr, die nun bei einigen Betroffenen verstärkend auf die Erkrankungen wirken”, erklärte sie. Der Lockdown verbietet es uns durch soziale Aktivitäten, beispielsweise Gruppenangebote im Sportbereich, einen Ausgleich zum Alleinsein zu finden. Das führe nun zur Gefahr zu vereinsamen, da der Mensch auf den sozialen Austausch zur Stabilisierung seiner Psyche angewiesen sei, sagte Melzer (Quelle: mdr.de).

Mit der erhöhten Nachfrage nach Hilfe, entstehen aber auch tolle Angebote zur Unterstützung. Beispielsweise hat die deutsche Depressionshilfe eine Liste zu Tipps und Hinweisen während der Krise aufgestellt. Diese sollen zur Vorbeugung dienen und einem dabei helfen, dass die Ängste und Einschränkungen nicht zur noch größeren Herausforderungen werden. Zudem findet man dort auch telefonische/ digitale Unterstützungsangebote.  

Den Link dazu findet ihr hier: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/corona

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